Denise und Jürgen – Regenhochzeit in Tirol

von Yvonne Zemke im Juni 2010

Diese Hochzeit war für mich etwas Besonderes – eine Reise in meine 2. Heimat Tirol.  Dass mich Österreich aber mit so einem Wetter begrüßen musste, fand ich nun nicht wirklich nett: 6 °C, Regen, trüb. Und doch sind diese Aufnahmen ein guter Beweis dafür, dass der Sonnenschein nur einen ganz kleinen Anteil an einer wundervollen Hochzeit und entsprechenden Aufnahmen hat.

Denise und Jürgen habe ich bereits in der Weihnachtszeit besucht, als ich gerade in der Nähe im Skiurlaub war. Schon da erzählten Sie mir, dass sie sich für die Feier etwas ganz Anderes als das Übliche ausgesucht hatten – ein Holzsägewerk ! Somit war auch gleich klar, welche Kombination ich für die Ringshots wählen würde.

Ganz entspannt fing der Tag mit der Vorbereitung der Braut und des Bräutigams an, die Trauung fand im Benediktinerstift St. Georgenberg statt. Nach der “Abgabe” (ein kleiner Empfang nach der Trauung mit Wein und Brot) machte sich die Hochzeitsgesellschaft auf den Weg nach Fügen. Begrüßt wurden sie von einer Musikkapelle und Marketenderinnen, an denen selbst ich nicht vorbei kam, ohne einen Obstler zu trinken. An dieser Stelle muss ich Jürgen noch einmal danken, der Denise überredet hat, noch ein paar Aufnahmen auf dem Platz des Sägewerkes zu machen. Bräutigame werden oft unterschätzt!

Im weiteren Verlauf des sehr turbulenten und fröhlichen Abends, der von der  Band “Ratbatblue” begleitet wurde, gab es für mich noch ein Debut: ich begleitete die Brautentführung, musste mit einem fremden – aber netten  - Mann tanzen und stiftete die Braut an, Anhalterin zu spielen, um wieder zurückzukehren. Da hat mich meine alte Heimat dann nicht enttäuscht: ein Auto blieb stehen, machte spontan Platz auf der Rückbank und fuhr uns zurück zur Feierlocation. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei uns in Deutschland so spontan funktionieren würde.

Fazit: in Tirol kann man tolle Hochzeiten feiern und ich würde mich freuen, mich bald wieder auf den Weg dorthin machen zu dürfen.

An den Wänden des Treppenhauses im Holzsägewerk standen verschiedene Weisheiten, diese erschien mir sehr passend für den gelungenen Start der beiden in eine gemeinsame Zukunft.

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