Ein Hochzeitsfotograf oder auch Hochzeitsfotografin zu sein, hat viel mit Emotionen zu tun. Nein, dieses Mal geht es nicht um die Emotionen des Brautpaares, der Eltern und der Gäste. Dieses Mal spreche ich von den eigenen Emotionen. Und auch hier gibt es viele Berg- und Talfahrten. Aufregung und Nervosität trotz aller Professionalität kennen wir nur zu gut und sie geben uns oft genug den nötigen Adrenalinschub, um das Beste aus uns rauszuholen. Und wenn wir nach einem langen Tag den Weg der Heimreise antreten, dann können mir bestimmt auch viele Kollegen zustimmen, wenn ich mich noch während der Fahrt dabei ertappe, den Tag Revue passieren zu lassen. Welche Phasen waren dieses Mal ganz besonders, wo verstecken sich die fotografischen Highlights, die besten Kompositionen, das eindruckvollste Licht. Und kaum zu Hause angekommen, werden die Bilder erneut gesichert – dieses Mal auf dem Rechner. An das Schlafen ist noch nicht zu denken, man muss wenigstens einige Bilder gesehen haben, die man noch in seinem Kopf hat und nun in voller Größe sehen möchte. Dies sind die ganz üblichen Aufs und Abs unserer Berufes.

Doch dann gibt es noch die besonderen Achterbahnfahrten. Oftmals tauchen sie quartalsmäßig auf, gepaart mit unterschwelliger Aufregung und einem häufigen Blick ins Internet. Die Veröffentlichungen der Contestergebnisse der ISPWP – der International Society of Professional Wedding Photographers. Ein Wettbewerb mit Kollegen auf internationaler Ebene, dessen Ergebnis von jedem einzelnen Teilnehmer gespannt verfolgt wird. Seit dieser Woche hat mich dieses “Fieber” wieder gepackt und ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass die Ergebnisse diese Woche eintreffen könnten. Und so wurden meine Gedanken auch überlagert von den Vorbereitungen für die Hochzeit von Sabrina und Sven, die ich Samstag begleiten durfte. Kennt Ihr das? Wenn man nicht mehr damit rechnet, seine Gedanken frei gemacht hat, dann trifft genau DAS ein.

Irgendwann heute morgen um kurz vor 2 Uhr erwartete mich eine tolle Neuigkeit:

Eines meiner Bilder ist in einer der Wertungskategorien auf Platz 1!

Wer mich kennt: ich bin selten sprachlos und dies war so ein Moment und an Schlaf war dann irgendwie gar nicht mehr zu denken.

Und hier noch eine Vorschau auf einen der nächsten Blogeinträge- nein, kein Wettbewerbsbild. Denn die waren hier schon mehrmals zu sehen. Aber eines, über das ich mich sehr freue:

Letzte Kommentare:

  • Astrid:

    Liebe Yvonne,
    das ist super! Und bei dem Bild meint man, sich in einer anderen Zeit zu befinden. unglaublich, wie du das immer machst.

  • Vladi:

    Auch hier herzlichen Glückwunsch von mir! Klasse!

    PS: Und ich dachte, ich gehöre zu den seltenen Spezies, die nach ganztägigen Dokumentationen um 3 Uhr morgens nicht einschlafen können, nicht weil die Füße so weh tun, sondern weil man sich unbedingt das Egebnis der Arbeit am Bildschirm anschauen will :-)

    Beste Grüße

  • Christian:

    Liebe Ivonne,
    herzlichen Glückwunsch zum 8. Platz. Den hast du dir wirklich verdient. Die Emotionen in deinen Bildern sind praktisch spürbar und auch hier ist die Ankunft der Braut wieder toll in Szene gesetzt. Du hast einfach ein gutes Gespür für den passenden Moment und hast unsere Hochzeit unvergessen gemacht. Wir freuen uns mit all deinen Brautpaaren, denn auch sie können mit einzigartigen Bildern rechnen.
    Viele Grüße
    Melissa & Christian

  • Christian:

    Hallo Yvonne,
    erstmal herzlichen zum 8. Platz. Wir freuen uns mit dir. Mit Begeisterung haben wir Deinen Text gelesen. Die beschriebenen Emotionen können wir sehr gut nachempfinden. Vor ca. 12 Monaten haben wir bei Dir nachgefragt, ob Du unsere Hochzeit fotografieren würdest…leider hattest Du schon ein Engagement. Aber Du hast für uns den Kontakt zu Oleg aus Hannover gemacht. Und wir waren begeistert. Er hat unsere Hochzeit fotografiert und wir warten nun täglich auf seine Ergebnisse.
    Die Hochzeitsfotografie hat uns dermaßen in den Bann gezogen, dass wir nun unsere ersten gemeinsame Gehversuche in diesem Gebiet gemacht haben. Und ja, wir haben die oben beschriebenen Emotionen durchlebt ;)
    Wir freuen uns immer wieder schöne Bilder von Dir zu sehen.
    Liebe Grüße
    Christian & Domenique

  • Richard:

    Ein wunderbares Bild Yvonne! Ich mag die Spannung der beiden, die (so vermute ich) auf das Eintreffen der Braut warten.
    Auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch zum Erreichen des 8.Platz!!!
    ;)


Es war bisher der heisseste Tag des Jahres, das Termometer kam ziemlich nah an die 40 °C.  Doch wenn ich an den Hochzeitstag von Sophie und Moritz denke, werde ich nicht zuerst daran denken, sondern an wundervolle Deko-Ideen, kubanische Musik, die gleichzeitige Vorbereitung von drei temperamentvollen Schwestern,  Südamerika und eine herzliche, tanzbegeisterte Hochzeitsgesellschaft.

Sophie und Moritz hatten ziemlich klare Vorstellungen davon, wie ihre Hochzeitsfeier aussehen soll. Monate vor diesem Termin zeigten die beiden mir zwei Lagerhallen: “Hier werden wir feiern!”. Jeder, der diese Räumlichkeiten am Hochzeitstag sehen durfte, hatte nur eine ungefähre Vorstellung davon, wieviel Energie und Ideen die beiden da reingesteckt haben. Es war wirklich überwältigend und auch zugleich wunderbar passend zum Vintage-Stil, für den Sophie eine Schwäche hat. Für mich als Fotografin waren die Vorgaben für die Portraits der beiden traumhaft: sie wünschten sich natürlich wirkende Aufnahmen ohne Kitsch und passend zum Stil der Hochzeit.

Zu später Stunde erklangen kubanische Klänge von “Mayari Son” die gesamte Hochzeitsgesellschaft konnte sich dieser Stimmung nicht entziehen und tanzte ausgelassen zu südamerikanischen Rythmen. Die ecuadorianischen Wurzeln von Sophies Familie konnte man bei jedem Tanzschritt erkennen.


Ein Ausblick …

Juli 25, 2010

So viele wundervolle Bilder warten noch darauf, gemacht zu werden. Und das wird auch für lange Zeit so bleiben: ich bin überwältigt, wie viele Paare schon jetzt für das nächste Jahr anfragen – manchmal sogar vorsichtig schauen, ob ich Zeit habe, bevor sie mit dem Standesamt oder der Location sprechen. Das berührt mich sehr.

Eine Bitte habe ich dabei: Mir ist es sehr wichtig, alle Anfragen möglichst umgehend zu beantworten. Manchmal passiert es jedoch, dass ich über das Kontaktformular Anfragen erhalte, die ich nicht beantworten kann, weil das Postfach des Absenders voll ist oder sich ein Fehler in der Kontaktadresse eingeschlichen hat. Bitte prüft vorher noch einmal, ob die Mailadresse stimmt, damit Ihr umgehend alle Informationen von mir erhalten könnt.

Und da kein Blogeintrag ohne Bild bleiben sollte:

Mehr von dieser Hochzeit in einigen Tagen …


Dieses Mal machte ich mich auf den Weg nach Remagen zum Rolandsbogen. Dieses Kleinod kannte ich noch nicht und so war ich wirklich beeindruckt. Tina und Babak hatten sich ein außergewöhnliches Standesamt ausgesucht. Selbst das noch kühle Wetter konnte diesem Anblick nichts anhaben – hoch oben zwischen den Rebstöcken mit Blick auf den Rhein.

Auch der Standesbeamte war ein echtes Original und gestaltete eine sehr persönliche Trauung in kölschem Dialekt.

Übrigens – weil das eines meiner Lieblingsthemen ist: hatte Tina nicht wunderbare Schuhe? ;-)

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Was mich heute Morgen sehr gefreut hat: eine meiner Hochzeitsreportagen – Anne und Franc – wurde heute auf der Webseite der International Society Of Professional Wedding Photographers veröffentlicht.

Und weil das alleine viel zu wenig für einen Blogeintrag ist, folgt hier noch ein Bild des Tages:

Ein Bild aus dem letzten Sommer. Ausnahmsweise einmal nicht in der Originalbearbeitung, sondern in anderer Tönung und Ausschnitt.

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Gerne verwirkliche ich bei einem Paarshooting Locationwünsche meiner Brautpaare. Dieses Mal jedoch war es umgekehrt – Melissa und Christian haben mir meinen Locationwunsch erfüllt.

Da man im Januar ja nie so genau wissen kann, welchen Streich einem das Wetter spielt, hatte ich mir im Vorfeld natürlich auch Gedanken gemacht, wo wir eventuell Innenaufnahmen machen könnten. Während ich noch den Flug nach Hamburg gebucht hatte und mich auf die Suche nach einem Hotel begab, spielte mir der Zufall in die Hände. Ein kleines Hotel – ehemals ein Bordell mit plüschig-barocker Ausstattung in dem lt. Aussage der Visitenkarte “die Welt verkehrte”. Die Aufnahmen auf der Webseite waren vielversprechend und gegen eine kleine Gebühr stand auch einem Fototermin in diesem Etablissement nichts im Wege. Übrigens auch eine nette Idee, wenn man einmal ein etwas anderes Hotel sucht – anscheinend wird es auch sehr gerne für Hochzeitsnächte gebucht.

Ich bin immer wieder überrascht und dankbar, wie sehr mir meine Paare von Anfang an vertrauen und sich ohne eine Vorstellung davon zu haben, auf meine Ideen einlassen. Umso größer ist dann meine Freude, wenn ich sie mit solchen Bildern belohnen darf.

So konnten wir uns im Anschluss auch mit viel guter Laune zur Speicherstadt aufmachen und das Frieren hielt sich in Grenzen.



Letzte Kommentare:

  • George Natis:

    Hey Yvonne!

    Na da hast du ja eine feine Serie mit einer tollen Idee gezaubert. Das Hotel ist eine schöne Kulisse.

    LG!
    George

  • Doreen:

    Hallo Yvonne.

    was für eine Fotosession, man kann förmlich die Liebe zwischen dein beiden beim ansehen spüren.
    Tolle Arbeit.

    VG Doreen

  • Christian:

    Liebe Yvonne, vielen vielen Dank für den sehr schönen Tag und die tollen Fotos. Wir sind überglücklich und können uns an den Bildern gar nicht satt sehen. Deine Idee mit dem Hotel war klasse und die Umsetzung ist dir wirklich gelungen. Wir hatten einen Riesenspaß und freuen uns schon auf den Sommer. Schade, dass wir noch so lange warten müssen. Liebe Grüße Melissa & Christian


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