Über Hochzeitsfotografie, Aufregung und Wettbewerbsergebnisse

von Yvonne Zemke im August 2010

Ein Hochzeitsfotograf oder auch Hochzeitsfotografin zu sein, hat viel mit Emotionen zu tun. Nein, dieses Mal geht es nicht um die Emotionen des Brautpaares, der Eltern und der Gäste. Dieses Mal spreche ich von den eigenen Emotionen. Und auch hier gibt es viele Berg- und Talfahrten. Aufregung und Nervosität trotz aller Professionalität kennen wir nur zu gut und sie geben uns oft genug den nötigen Adrenalinschub, um das Beste aus uns rauszuholen. Und wenn wir nach einem langen Tag den Weg der Heimreise antreten, dann können mir bestimmt auch viele Kollegen zustimmen, wenn ich mich noch während der Fahrt dabei ertappe, den Tag Revue passieren zu lassen. Welche Phasen waren dieses Mal ganz besonders, wo verstecken sich die fotografischen Highlights, die besten Kompositionen, das eindruckvollste Licht. Und kaum zu Hause angekommen, werden die Bilder erneut gesichert – dieses Mal auf dem Rechner. An das Schlafen ist noch nicht zu denken, man muss wenigstens einige Bilder gesehen haben, die man noch in seinem Kopf hat und nun in voller Größe sehen möchte. Dies sind die ganz üblichen Aufs und Abs unserer Berufes.

Doch dann gibt es noch die besonderen Achterbahnfahrten. Oftmals tauchen sie quartalsmäßig auf, gepaart mit unterschwelliger Aufregung und einem häufigen Blick ins Internet. Die Veröffentlichungen der Contestergebnisse der ISPWP – der International Society of Professional Wedding Photographers. Ein Wettbewerb mit Kollegen auf internationaler Ebene, dessen Ergebnis von jedem einzelnen Teilnehmer gespannt verfolgt wird. Seit dieser Woche hat mich dieses “Fieber” wieder gepackt und ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass die Ergebnisse diese Woche eintreffen könnten. Und so wurden meine Gedanken auch überlagert von den Vorbereitungen für die Hochzeit von Sabrina und Sven, die ich Samstag begleiten durfte. Kennt Ihr das? Wenn man nicht mehr damit rechnet, seine Gedanken frei gemacht hat, dann trifft genau DAS ein.

Irgendwann heute morgen um kurz vor 2 Uhr erwartete mich eine tolle Neuigkeit:

Eines meiner Bilder ist in einer der Wertungskategorien auf Platz 1!

Wer mich kennt: ich bin selten sprachlos und dies war so ein Moment und an Schlaf war dann irgendwie gar nicht mehr zu denken.

Und hier noch eine Vorschau auf einen der nächsten Blogeinträge- nein, kein Wettbewerbsbild. Denn die waren hier schon mehrmals zu sehen. Aber eines, über das ich mich sehr freue:

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