Come together – Gruppenbilder

Nun beginnt sie bald wieder: die Hochzeitssaison. Viele Paare stecken schon seit Monaten inmitten ihrer Vorbereitungen für das große Fest. Und während sich so manche Braut noch Gedanken macht, ob man vielleicht doch das eine oder das andere Gastgeschenk organisieren sollte oder ob die Tischdekoration wirklich den gleichen Farbton haben wird wie der Brautstrauß, zieht sich so mancher Bräutigam schon bildlich gesprochen die Decke über den Kopf und hofft, dass ihm keine weitere Entscheidung mehr abverlangt wird.

gruppenbilder_01-8Dekorationen sind eben doch oft Frauensache und Freundinnen verstehen einen da oft viel besser als der eigene Verlobte. Aber neben diesen ganzen hübschen und dekorativen Details gibt es auch Überlegungen für den Hochzeitstag, die beide gleichermaßen betreffen. Der Trauungsort, die Location, die Hochzeitsreise sind da vielleicht noch ganz offensichtliche Dinge.

Ich möchte heute über ein Thema der Hochzeit sprechen, welches oft von den Paaren wie auch den Fotografen gleichermaßen stiefmütterlich behandelt wird und dessen Wert – meiner bescheidenen Meinung nach – oft zum Zeitpunkt der Vorbereitungen unterschätzt wird. Mir selber ging es da nicht anders, ich als Fotograf freue mich auf die emotionalen Momente einer Hochzeit, auf die Details aber auch auf die Zeit der Portraits, in denen das Paar ihre Zweisamkeit etwas genießen kann. Eine ausgelassene Feier hat auch ihren fotografischen Reiz und treibt nicht nur die Gäste, sondern auch den Fotografen zur Höchstleistung. Ihr wisst noch nicht worauf ich hinaus will – oder?

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Irgendwann im Laufe des Tages kommt für alle die Pflichtveranstaltung: die Gruppenaufnahmen! Ganz spontan zu entscheiden, mit wem man gerne eine solche Aufnahme hätte, wer vielleicht persönlich betroffen wäre, wenn man ihn vergisst und wie man denn nun die Oma wieder aus dem Festsaal die große Treppe runterbekommt, ist eine Situation, die ich meinen Paaren ersparen möchte. Und so frage ich spätestens 3 Wochen vor dem Hochzeitstermin nach, welche Gruppenaufnahmen sie sich wünschen und gebe ihnen gleich die eine oder andere Anregung für klassische und auch unkonventionellere Kombinationen. Die “klassische” Familiensituation ist auch nicht mehr so selbstverständlich wie vor vielen Jahren und so sind meine Paare mir sehr dankbar, wenn ich Ihnen Tipps geben kann, wie sie die verschiedenen Familienverhältnisse elegant in Gruppenbildern abbilden können.

gruppenbilder_07Ihr merkt schon, Gruppenaufnahmen können sich ähnlich schwierig gestalten wie der Sitzplan!

Oft sind Brautpaare der Meinung, dass Gruppenaufnahmen dazugehören, auch wenn sie selbst am liebsten darauf verzichten könnten. Doch tun wir diesen Gruppenaufnahmen nicht ein wenig unrecht?

Nun möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und meine Gedanken dazu teilen, wie ich sie auch schon in verschiedenen persönlichen Gesprächen mit meinen Paaren wiedergegeben habe. Ihr könnt aus einen Gruppenaufnahmen ganz besondere Aufnahmen machen! Statt einer meterlangen Liste mit sämtlichen möglichen Kombinationen (hier kann nur die mathematische Kombinatorik verdeutlichen, wie viele Aufnahmen gemacht werden müssten) zu erstellen, sollte das Brautpaar in Ruhe überlegen, welche Menschen ihnen besonders wichtig sind. Neben den eigenen Eltern und Geschwistern sind hier die Großeltern oft von besonderer Bedeutung. Es können aber auch Freunde aus der Schulzeit/den Studientagen sein, die einen bereits lange begleiten und die verschiedensten emotionalen Berg- und Talfahrten mitgemacht haben.Für diese Aufnahmen, die die Paare ganz individuell und unterschiedlich bestimmen, sollte man dann auch etwas Zeit einplanen, damit eine entspannte Atmosphäre entstehen kann, auch wenn der Schwiegervater noch schnell ein Gespräch mit einem anderen Gast beenden will bevor er am Set erscheint.

gruppenbilder_03Auch das obligatorische große Gruppenbild mit allen Hochzeitsgästen ist kein “muss”. Da es die meiste Zeit von allen Gruppenaufnahmen benötigt, alle Gäste zu motivieren, zügig an einem Ort zu erscheinen, will es gut überlegt sein, ob diese Aufnahme mit auf die Wunschliste soll.

Hat man sich für Brautjungfern entschieden, die ein einheitliches Outfit haben oder die gleiche Farbfamilie tragen, dann sollte man auf dieses Bild nicht verzichten. Und wenn es nur dazu dient, dass ihnen die gute Freundin viele Jahre später noch vorwerfen kann, in welche modische Sünde Ihr sie gezwängt habt;-)

Im “Idealfall” hat man sich seine persönlich wichtigsten Konstellationen überlegt, hierfür genügend Zeit eingeplant und auf einmal werden diese verkrampften Gruppenaufnahmen gar nicht mehr so anstrengend und das eine oder andere Bild wird zum Lieblingsfamilien- oder Freundebild und bekommt einen Ehrenplatz.

 

 

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  • Lydia said:

    Sehr schöne Bildideen sowie Darstellung.
    Viele Grüße aus Leipzig,
    Lydia